Mit dem Ratschlag: “Habt Mut”, begaben sich im Jahre 1876 drei junge Dominikanerinnen, Schwester Maria Pia Backes, Maria Amanda Bednartz und Maria Salesia Fichtner, auf den Weg von New York, um eine Schule für deutsche Einwanderer in der kleinen Pfarre Sankt Bonifatius in San Franzisko, Kalifornien, zu gründen. Die pädagogischen Bemühungen der drei Pionierfrauen, wurden mit Erfolg gesegnet.
Mutter Pia schätzte ein Leben des Gebetes, das ihre Kindheit und Jugend geformt hat... besonders das Gebet der Kirche. Die heilige Kommunion und das Kirchengebet waren Nahrung für ihre Seele. Sie glaubte, daß die Macht des Gebetes unsere Herzen formt und uns befähigt, in Jesus Christus zu leben und zu dienen. Sie wußte, dass, wenn wir nicht in Gott verankert sind, und unsere Arbeit nicht von Gottes Liebe und Geist stammt, es keinen Samen trägt… und keine Frucht bringt. Ihr barmherziges Wesen lenkte ihre Entscheidungen. Ihr Herz umfasste alle Kulturen und begrüßte besonders die Jugend, die Armen und die Verletzbaren.
Im Jahre 1901 sandte sie Schwestern zum Studium nach Deutschland und Europa, um eine feste Grundlage für die Kongregation herzustellen. Im Jahre 1909 reiste sie nach Mexiko um die Gründung der ersten katholischen Schule in Mexiko City zu erforschen. Sie träumte sogar davon, Schwestern in die Phillipinen und nach China zu senden, und ihren Traum zu verwirklichen, hervorragende Ausbildungsinstitute zu gründen.
Mutter Pia war eine Frau ohne grose Illusionen. Sie war weder eine charismatische Frau, noch eine Rebellin oder eine Mystikerin. Sie war schon immer von schwacher Gesundheit, hatte oft Heimweh und litt and Depression. Dennoch beeinflußte sie unser Welt durch ihren Einsatz für gute Ausbildungsinstitute, durch Evangelisation, und durch ihre Förderung von Frieden und Gerechtigkeit.